Momente und Menschen
Herzlich willkommen in meiner virtuellen Kunst-Galerie. In dieser Sammlung sehen Sie Werke, die auf den zweiten Blick kleine Geheimnisse offenbaren. Lassen Sie sich darauf ein, zoomen Sie heran, entdecken Sie Details. Bleiben Sie so lange Sie möchten, kommen Sie wieder oder erzählen Sie es weiter.
Und falls Sie sich in ein Bild verlieben, geben Sie ihm ein neues Zuhause. Der Umzug ist nur wenige Klicks entfernt.
Zwischenland
Jugend zwischen Neugier und Grenzen.
Der Schritt aus der Kindheit gleicht dem Betreten eines völlig neuen, unkartierten Terrains. Die Komposition spürt genau dieser flirrenden Unsicherheit des Erwachsenwerdens nach.
Aus den ungebändigten, abstrakten Farbstrudeln in Tiefblau und Gold schält sich eine klare, zarte Präsenz heraus. Diese stilistische Reibung macht den inneren Konflikt der Jugend physisch greifbar: Die Welt da draußen lockt mit grenzenloser Weite, wirkt aber gleichzeitig rau und unberechenbar. Während die schützende Hand an der Brust von einer leisen Überforderung erzählt, richtet sich der wache Blick bereits unerschrocken nach vorn.
Acryl und Öl auf Leinwand • 100 × 80 cm • 2025 • Yvonne Brückner
Original auf der ARTMUC Oktober 2026 zum Verkauf
Sicher?!
Der Moment zwischen Zweifel und Stärke.
Wer absolute Gewissheit verlangt, wird unweigerlich stehen bleiben. Dieses Porträt liefert keine bequemen Antworten, sondern formuliert eine offene Provokation.
Der unerbittliche Blick seziert den tief verankerten menschlichen Drang, sich vor jedem neuen Schritt restlos absichern zu wollen. Doch echte Entwicklung verlangt den bewussten Kontrollverlust.
Das Gesicht ruht in einer fast unheimlichen Klarheit, während sich ringsumher das chaotische Rauschen der Ungewissheit abzeichnet. Es ist die Manifestation jenes ultimativen Schwebezustands, in dem man das schützende Ufer endgültig verlässt. Die entblößte Schulter und das schwere Rot fordern die Bereitschaft, sich der Welt radikal ehrlich auszusetzen. Echter Mut beginnt exakt da, wo die Sicherheit endet.
Acryl und Öl auf Leinwand • 100 × 80 cm • 2025 • Yvonne Brückner
Original auf der ARTMUC Oktober 2026 zum Verkauf
Vertraut. Doch nicht frei.
Bleiben oder aufbrechen?
Eine vertraute Umgebung gleicht oft einer sanften Umarmung, die sich mit der Zeit unmerklich verengt. Die Komposition ergründet genau jene stille Zerrissenheit zwischen dem tiefen Bedürfnis nach Sicherheit und dem angeborenen Drang nach Entfaltung.
Gebettet auf schwere, opulente Stoffe, erscheint die ungeschützte Figur vollkommen abgeschirmt von der Härte der Welt. Dennoch richtet sich ihre gesamte Sehnsucht auf das helle, diffuse Licht des Ungewissen jenseits ihrer Grenzen. Ob ein Aufbruch Befreiung oder Scheitern bringt, lässt die offene Weite unbeantwortet.
Die Macht für diesen entscheidenden Schritt liegt jedoch längst bereit: Ein fast unsichtbar im Dunkel verborgener Schlüssel fungiert als leise Erinnerung daran, dass die Tür in die eigene Freiheit jederzeit von innen geöffnet werden kann.
Acryl und Öl auf Leinwand • 80 × 100 cm • 2025 • Yvonne Brückner
Original auf der ARTMUC Oktober 2026 zum Verkauf
Innehalten
Im Schatten der blühenden Zeit.
Die Erkenntnis der eigenen Vergänglichkeit erzwingt oft eine bedingungslose Pause. Inmitten eines leuchtenden Meeres aus Mohn – jener Blume, deren Pracht nicht lange währt – sucht die bloße Gestalt nach einem Moment der Erdung.
Die Szenerie verzichtet auf jede äußere Handlung und richtet den Fokus stattdessen auf die existenzielle Frage: Sind wir Getriebene unserer Zeit, oder erlauben wir uns, einfach nur stillzustehen?
Die extrem schutzbedürftige Pose offenbart keine Schwäche, sondern die absolute Konzentration auf das Hier und Jetzt.
Acryl und Öl auf Leinwand • 70 × 100 cm • 2025 • Yvonne Brückner
Original verkauft.
Innere Stärke
Niemandem etwas beweisen
Wer die Augen schließt, entzieht sich nicht der Realität, sondern betritt ein absolut souveränes, unangreifbares Territorium. In einer Zeit, die oft ständige Präsenz und äußere Bestätigung einfordert, wird der bewusste Rückzug nach innen zu einem zutiefst kraftvollen Statement.
Hier muss niemandem etwas bewiesen werden. Die leise in den dunklen Grund eingewobenen Fragmente aus Rilkes Gedicht „An die Prinzessin“ wirken wie ein verborgenes Echo dieser Haltung. Sie erzählen von einer Würde, die nicht erklärt werden muss, weil sie einfach existiert. Die Zartheit des gesenkten Blicks und das tiefe Vertrauen in die eigene Identität verschmelzen zu einer Resilienz, die völlig unangestrengt und autark ist.
Acryl und Öl auf Leinwand • 60 × 80 cm • 2026 • Yvonne Brückner
Die heimliche Leserin
Fenster in andere Welten.
Die größten Akte der Rebellion finden nicht immer lautstark in der Öffentlichkeit statt. Manchmal ereignen sie sich in absoluter Stille, getragen von der schlichten Entscheidung, sich eine eigene Meinung zu bilden.
Die vollkommene Versunkenheit in diesem Motiv maskiert eine hochaktuelle Kontroverse um Meinungshoheit: Wer entscheidet, welche Gedanken „gefährlich“ sind und wer den Zugang zu ihnen kontrolliert?
Das sanft beleuchtete Gesicht spiegelt dabei nicht nur innere Ruhe wider, sondern vor allem die Erhellung durch das geschriebene Wort. In diesem unbeobachteten Moment der Intimität wird der Geist zu einer Festung, deren Mauern von keiner äußeren Instanz durchbrochen werden können.
Acryl und Öl auf Leinwand • 40× 50 cm • 2026 • Yvonne Brückner
Wohin auch immer – du gehst
Aufbruch ins Unbekannte.
Das Verlassen vertrauter Pfade erfordert nicht zwingend einen festen Kompass, wohl aber den unerschütterlichen Mut zur Ungewissheit. Die Szenerie spürt genau jener radikalen Offenheit nach, die jedem echten Aufbruch innewohnt. Es ist eine bewusste Entscheidung für die Weite – mit all ihren mentalen und emotionalen Durststrecken.
Die feine Symbiose aus Figur und Landschaft bildet das Zentrum der Komposition: Der fließende, transparente Stoff des Kleides verhält sich so wandelbar und unbeständig wie der Wüstensand im Wind und zeugt von der enormen Anpassungskraft, die jeder neue Lebensabschnitt erfordert.
Verborgen im ausgedehnten Schattenwurf ruht ein filigraner Schlüssel. Er dehnt die visuelle Erzählung ins Metaphorische und erinnert daran, dass wir die Autonomie über unsere eigene Geschichte selbst an den abgelegensten Orten niemals verlieren.
Acryl und Öl auf Leinwand • 40 × 50 cm • 2025 • Yvonne Brückner
Original verkauft.
Vor mir – hinter mir
Mut zum Aufbruch.
Jeder echte Neubeginn fordert einen Tribut: die Bereitschaft, das Vertraute zurückzulassen. In diesem Werk manifestiert sich der flüchtige, aber alles entscheidende Moment des Übergangs. Es geht nicht nur um das Voranschreiten, sondern um eine bewusste Reduktion auf das absolut Wesentliche.
Welches metaphorische Gepäck nehmen wir mit, und welcher Ballast darf endgültig abgelegt werden? In der Weite der Szenerie schwingt ein ungeschriebenes Versprechen mit – die Neugier auf das Unbekannte und die Sehnsucht nach einem ursprünglicheren Sein.
Der Schritt nach vorn ist hier kein bloßer Ortswechsel, sondern eine innere Häutung. Wer sich traut, die eigenen Koordinaten völlig neu zu setzen, macht den Horizont frei für alles, was noch kommen darf.
Acryl und Öl auf Leinwand • 70 × 100 cm • 2026 • Yvonne Brückner
Nicht aus Zucker
Außerhalb der Komfortzone.
Wahre Resilienz beginnt genau an jener unsichtbaren Grenze, an der die vertraute Bequemlichkeit endet. Das Werk nutzt die physische Kälte des Regens als Metapher für die rauen, ungemütlichen Phasen im Leben, denen man sich manchmal bewusst stellen muss, um voranzukommen.
Der unerschrockene, fast schon fordernde Blick der Frau zeugt von der klaren Entscheidung, sich dem Widerstand nicht zu entziehen und keinen sicheren Unterstand zu suchen. Der Titel wird hier zu einem selbstbewussten Mantra gegen jede angenommene Zerbrechlichkeit.
Wer einmal verinnerlicht hat, dass er solchen Stürmen standhalten kann, verliert die Angst vor der Konfrontation und begreift das Aushalten als ultimativen Beweis der eigenen Stärke.
Acryl und Öl auf Leinwand • 40 × 50 cm • 2026 • Yvonne Brückner
Gegenwind
Stand halten mit Gelassenheit
Ein Sturm erfordert nicht zwangsläufig einen Kampf. Manchmal verlangt er schlicht nach unerschütterlicher Präsenz.
In diesem Werk behauptet sich das leuchtende Rot unaufgeregt, aber bestimmt gegen das unruhige, kühle Blau der Elemente. Der Griff um das Holz ist fest, doch völlig frei von Anspannung oder Panik. Gegenwind wird hier nicht als feindliche Kraft inszeniert, sondern als bloße navigatorische Tatsache hingenommen. Wer seinen eigenen Kurs so präzise kennt, verschwendet keine Energie an den Widerstand. Er lässt den Sturm toben – und manövriert ihn mit einer fast schon leisen Selbstverständlichkeit einfach aus.
Acryl und Öl auf Leinwand • 100 × 100 cm • 2026 • Yvonne Brückner
Jenseits der Tiefe
Der Moment vor dem Atemzug.
Es gibt Lebensphasen, die sich anfühlen, als würde man tief unter der Oberfläche treiben – isoliert, gedämpft und losgelöst vom gewohnten Rhythmus. Doch dieses Werk widmet sich nicht der Schwere des Sinkens, sondern der unausweichlichen Kraft des Aufsteigens.
Der fokussierte Blick markiert den entscheidenden Wendepunkt: Die Orientierung ist zurückgekehrt. Wie ein lautloser Sog durchschneiden die Lichtstrahlen das tiefe Blau und weisen den unmissverständlichen Weg aus der Dunkelheit. Die Szenerie fängt exakt jenen hochkonzentrierten Sekundenbruchteil ein, bevor die Wasseroberfläche durchbrochen wird.
Es ist kein Moment der Panik, sondern ein stilles, tiefes Versprechen auf Klarheit und den rettenden, nächsten Atemzug.
Acryl und Öl auf Leinwand • 60 × 80 cm • 2026 • Yvonne Brückner
Freiheit ist meine Wahl
Ich darf so sein, wie ich bin.
Freiheit beginnt in exakt dem Moment, in dem der Zwang endet, für andere existieren zu müssen. Das Motiv fängt diesen zutiefst befreienden Zustand ein: die reine, in sich ruhende Existenz ohne den geringsten Drang nach Rechtfertigung.
Anstatt sich hinter Konventionen zu verbergen, zelebriert das Werk eine selbstverständliche, weiche Sinnlichkeit, die keinen Schutz mehr nötig hat. Die äußere Welt wird ausgeblendet, um dem inneren Raum die volle Präsenz zu geben.
Der kleine Schlüssel auf der bloßen Haut wirkt dabei wie ein stummes, kraftvolles Versprechen – die Erinnerung daran, dass wir die Erlaubnis, ganz wir selbst zu sein, von niemandem erbitten müssen. Wir müssen sie uns schlichtweg selbst gewähren.
Acryl und Öl auf Leinwand • 70 × 100 cm • 2025 • Yvonne Brückner
Original verkauft
Frei tanzen
Freiheit im Augenblick der Hingabe.
Wenn der Körper zum alleinigen Instrument des Ausdrucks wird, verlieren äußere Begrenzungen ihre Gültigkeit. Die Szenerie manifestiert jenen rauschhaften Zustand, in dem physische Spannung und emotionale Entgrenzung zu einer untrennbaren Einheit verschmelzen.
Der scharfe Kontrast zwischen der dunklen, fast archaischen Tiefe des Hintergrunds und der schwerelosen Eleganz der Dargestellten erzeugt eine atemberaubende Sogwirkung.
Feine, sphärische Einritzungen umgeben die Silhouette wie ein sichtbares, knisterndes Kraftfeld. Sie übersetzen den unsichtbaren Takt der Musik in physische Spuren auf der Leinwand.
Acryl und Öl auf Leinwand • 70 × 100 cm • 2025 • Yvonne Brückner
Original auf der ARTMUC Oktober 2026 zum Verkauf
Selbstverständlich
Das Recht auf die Nacht.
In das sanfte Licht des Mondes getaucht, strahlt die Szenerie eine ungestörte Friedfertigkeit aus – ein Zustand, der für Frauen in der Dunkelheit selten Normalität ist.
Das Werk bricht mit der kollektiven Angst vor dem nächtlichen Draußensein und der absurden Debatte darüber, welche Kleidung vermeintlich Schutz bietet. Ganz bewusst tritt die Figur in einem fließenden, fast transparenten Stoff aus dem Schatten der ständigen Vorsicht heraus. Sie beansprucht die Nacht auch für sich, ohne sich verstecken oder einen sicheren Weg wählen zu müssen.
So verwandelt sich die augenscheinliche Verletzlichkeit in einen kraftvollen Akt der Selbstbehauptung: Es ist das Plädoyer für eine Welt, in der angstfreie Bewegung kein Privileg, sondern die absolute Norm sein sollte.
Acryl und Öl auf Leinwand • 60 × 80 cm • 2026 • Yvonne Brückner
Freiheit für die Bubis und Boobies
Die Ästhetik der Befreiung.
Hinter dem augenzwinkernden Titel verbirgt sich eine Auseinandersetzung mit der ständigen Normierung des weiblichen Körpers. Der offene Vogelkäfig dient hier als charmante aber unmissverständliche Metapher für das Abstreifen unbequemer gesellschaftlicher Erwartungen.
Warum gilt die natürliche Form einer Frau im öffentlichen Raum so oft als unangebracht, sobald sie nicht von einem Stoffkorsett in Form gepresst wird? Wenn die Vögel in den blauen Himmel entweichen, fällt gleichzeitig der unsichtbare Zwang, die eigene Bequemlichkeit dem Empfinden anderer unterzuordnen. Das Werk zelebriert diesen bewussten, entspannten Akt der körperlichen Selbstbestimmung.
Acryl und Öl auf Leinwand • 70 × 100 cm • 2026 • Yvonne Brückner
Wo Freiheit beginnt
Leichtigkeit im Hier und Jetzt.
Wahre Freiheit ist selten ein Ort, sondern vielmehr ein Zustand, der tief im eigenen Inneren erwacht. Das Motiv fängt nicht bloß einen unbeschwerten Sommertag ein, sondern den radikalen emotionalen Wechsel vom bloßen Aushalten zum aktiven Handeln.
Mit dem Schlüssel in den erhobenen Händen wird die Dargestellte zur Architektin ihres eigenen Lebensweges. Die umschwärmenden Schmetterlinge manifestieren jene lang zurückgehaltenen Wünsche und Gedanken, die nun endlich den Raum bekommen, unbegrenzt zu fliegen.
Die leuchtende Weite der Szenerie atmet eine fast greifbare Erleichterung – sie ist die visuelle Belohnung für den Mut, alte Muster zu durchbrechen und sich dem Leben völlig neu zu öffnen.
Acryl und Öl auf Leinwand • 100 × 70 cm • 2025 • Yvonne Brückner
Blattgeflüster
Ein Atemzug voller Natur.
Es gibt Momente, in denen die Grenze zwischen dem eigenen Sein und der umgebenden Welt völlig durchlässig wird. Die Szenerie zelebriert diesen Zustand vollkommener Durchdringung mit einer fast schon ornamentalen Opulenz.
Die Dargestellte steht nicht einfach vor der Natur, sie scheint mit dem dichten Blattwerk zu einem organischen Ganzen zu verschmelzen. Die golden schimmernden Details ihrer Kleidung werden vom natürlichen Lichtspiel des Hintergrunds nahtlos aufgenommen.
Mit dem Schließen der Augen wird der visuelle Lärm des Alltags rigoros ausgesperrt, um dem feinen, leisen Rauschen der Umgebung den absoluten Vorrang zu geben.
Acryl und Öl auf Leinwand • 70 × 100 cm • 2025 • Yvonne Brückner
Kaffeeduft
Ritual zwischen Ruhe und Erwartung.
Inmitten einer rastlosen Welt offenbart sich die Qualität der Zeit oft in den unscheinbarsten Pausen. Diese Arbeit widmet sich nicht dem bloßen Getränk, sondern zelebriert das beinahe sakrale Ritual, das dem ersten Schluck vorausgeht.
Umhüllt von dichten, golden leuchtenden Dampfschwaden, die sich kraftvoll gegen das kühle Blau des Hintergrunds behaupten, wird die Vorfreude auf der Leinwand fast physisch greifbar.
Die Komposition verführt die Sinne und lässt das intensive Röstaroma, den feinen Hauch von Karamell und dunkler Schokolade förmlich erahnen. In der ruhigen, gesenkten Haltung der Figur manifestiert sich eine tief empfundene Kontemplation – ein bewusstes Erden in der Gegenwart, bevor der Rhythmus des Tages unweigerlich das Zepter übernimmt.
Acryl und Öl auf Leinwand • 80 × 60 cm • 2025 • Yvonne Brückner
Wärme
Stille Geborgenheit im Alltäglichen.
In einer Welt, die oft kühl und fordernd erscheint, wird die Suche nach Behaglichkeit zu einem essenziellen Reflex. Die Komposition reduziert diese universelle Sehnsucht auf eine einzige, hochkonzentrierte Geste der Berührung.
Das tiefe, vibrierende Rot der Tasse bildet ein kraftvolles, pulsierendes Zentrum, das sich fast trotzig gegen die rauen, frostigen Blaunuancen der texturierten Umgebung behauptet.
Die wohlige Hitze, die durch die Handflächen strömt, wird zu einem stillen, aber wirkungsvollen Akt der Selbstfürsorge. Der feste Griff um das Gefäß gleicht dem bewussten Erschaffen eines sicheren, unantastbaren Mikrokosmos, in dem die äußere Kälte keine Macht mehr besitzt.
Acryl und Öl auf Leinwand • 50 × 40 cm • 2025 • Yvonne Brückner
Ein Moment für sich
Was war, was ist, was kommt.
Draußen pulsiert die Stadt in einem unaufhörlichen Rhythmus, drinnen scheint die Zeit für den Bruchteil einer Ewigkeit stillzustehen. Die Komposition spielt meisterhaft mit dieser unsichtbaren Grenze.
Das verschwommene Lichterspiel hinter dem Glas bildet den rastlosen Hintergrund für eine Szenerie absoluter Kontemplation. Die unberührte Tasse auf dem dunklen Holz verrät, dass es hier längst nicht mehr um das Konsumieren oder Handeln geht, sondern um die reine, absichtslose Präsenz.
Der in die Weite gerichtete Blick sucht keine Antworten im Außen, sondern gleitet unweigerlich in die eigenen, inneren Landschaften ab.
Acryl und Öl auf Leinwand • 50 × 70 cm • 2025 • Yvonne Brückner
Original verkauft.
Die Adlerjägerin
Alte Grenzen überwinden.
Die Präsenz einer Frau in einer von Männern dominierten Tradition ist an sich schon ein Akt der Rebellion. Doch dieses Porträt verzichtet auf lauten Kampfgeist und zeigt stattdessen die tiefe Würde, die entsteht, wenn man sich seinen Raum ganz selbstverständlich nimmt.
Das Werk beleuchtet die faszinierende Symbiose zwischen Mensch und ungezähmter Natur, getragen von tiefem Respekt statt von Kontrolle. Der fast verborgene Hinweis, dass Freiheit ihre Bedingungen hat, bildet dabei den emotionalen Kern der Szene: Die Bindung zu dem wilden Tier ist intensiv, aber endlich.
Wer wahrhaft frei sein will – ob als Frau in einer restriktiven Gesellschaft oder als Adler am Himmel – muss bereit sein, alte Fesseln zu lösen. So verschmelzen weibliche Emanzipation und archaische Naturverbundenheit zu einem Bild von beeindruckender, in sich ruhender Kraft.
Acryl und Öl auf Leinwand • 80 × 100 cm • 2026 • Yvonne Brückner
Prometheusia
Licht für Frauen.
In einer radikalen und überfälligen Neuinterpretation der antiken Sage tritt hier eine weibliche Lichtbringerin aus den Schatten der Geschichte. Sie stiehlt das Feuer nicht von den Göttern, sondern entfacht es aus der puren Notwendigkeit heraus, Licht in jene Räume zu tragen, die es nötig haben.
Die flammende Essenz in ihrer Hand fungiert als unlöschbare Kraftquelle, ein leuchtendes Signal gegen Unsichtbarkeit und Ohnmacht. Hinter ihr verschmelzen die Silhouetten unzähliger Frauen verschiedenster Herkunft zu einem mächtigen, fast stummen Chor. Sie zeugen von universeller Solidarität und der kollektiven Verantwortung, den Wandel unaufhaltsam voranzutreiben.
Acryl und Öl auf Leinwand • 80 × 60 cm • 2025 • Yvonne Brückner
Original auf der ARTMUC Oktober 2026 zum Verkauf
Nicht jede Hülle schützt
Gender-Apartheid.
Wenn das gesprochene Wort unterdrückt wird, werden die Augen zur lautesten Stimme der Rebellion. Dieses Werk ist ein tief empfundenes Zeichen der Solidarität mit den Frauen im Iran und in Afghanistan, deren elementarste Rechte Tag für Tag unter dem Deckmantel von Tradition und Moral erstickt werden.
Der Stoff, der das Gesicht verhüllt, ist hier kein bloßes Kleidungsstück, sondern ein politisches Gefängnis, dessen Gitterstäbe aus Worten wie „Patriarchat“ und „Kontrolle“ bestehen. Doch trotz der massiven äußeren Einschränkung weigert sich der Blick, gebrochen zu werden. Er leuchtet voller Klarheit und innerer Stärke – ein unübersehbares Manifest für Selbstbestimmung und den Mut, sich nicht auslöschen zu lassen.
Acryl und Öl auf Leinwand • 70 × 100 cm • 2026 • Yvonne Brückner
The Earth Belongs To No One
Wer hat beschlossen, wem die Welt gehört?
Betrachtet man die Erde aus der kosmischen Weite, verlieren von Menschen gezogene Grenzen jegliche Bedeutung. Diese Arbeit seziert den absurden Drang, im Namen von Macht, Nation oder Identität Anspruch auf einen Planeten zu erheben, der uns alle überdauern wird.
Die ungeschützte Figur hinter dem Globus repräsentiert eine universelle Menschlichkeit – völlig befreit von Uniformen und territorialen Zuordnungen. Doch die wahre Wucht des Werkes ruht im Verborgenen: In den tiefen Schichten der Leinwand sind die Namen aktueller Kriegsparteien in ihren jeweiligen Muttersprachen begraben. Optisch von der Oberfläche verschluckt, bleiben sie dennoch das unsichtbare, tragische Fundament unserer Gegenwart.
Der filigrane Schlüssel auf der bloßen Haut ist dabei keine fertige Antwort, sondern ein eindringlicher Appell. Er steht für die existenzielle Suche nach einem radikalen Paradigmenwechsel hin zu echtem Verständnis und Frieden.
Acryl und Öl auf Leinwand • 50 × 70 cm • 2025 • Yvonne Brückner
Elysium
Zuversicht
Inmitten einer Ära, die von tiefer Zerrissenheit und Konflikten gezeichnet ist, formuliert dieses Bild ein unerschütterliches Plädoyer für die Hoffnung. Inspiriert von Schillers „Ode an die Freude“, webt die Komposition die Sehnsucht nach einem geeinten, friedvollen Europa in eine intime Szenerie.
Die ungeschützte Figur verkörpert dabei die pure, verletzliche Menschlichkeit, die sich aus dem dämmrigen Raum heraus einer strahlenden Verheißung zuwendet. Das warme, hereinbrechende Licht durchkreuzt die Schatten und steht als universelles Symbol für jenes sagenhafte Elysium – einen Ort der Glückseligkeit und der tiefen Verbundenheit.
So entsteht eine leise, aber kraftvolle Erinnerung daran, dass Frieden und Zuversicht stets erreichbare Horizonte bleiben.
Acryl und Öl auf Leinwand • 35 × 35 cm • 2025 • Yvonne Brückner
Schenkung Copelouzos Family Art Museum Athen.